Baden-Württemberg Report XII
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Baden-Württemberg Report XII

28.09.2023

Die Ergebnisse des 12. Baden-Württemberg Reports*

*Befragungswelle Oktober 2023 / Fallzahl 1.050

61 Prozent sorgen sich aktuell vor sozialen Unruhen

Überlastung durch Flüchtlinge, der Krieg in der Ukraine und der Terror und Hass im Nahen Osten, der auf unsere Straßen getragen werden könnte, machen Angst. Vor allem die Frauen und Menschen über 50 Jahre sorgen sich vor sozialen Unruhen.

Was das Land zusätzlich zerreißt, ist das mögliche Erstarken des Rechtspopulismus. Fast 60 Prozent sagen, dass sie sich vor einer Rechtsströmung mit ausgrenzendem Gedankengut fürchten. Demgegenüber sagen 40 Prozent, die linksliberalen Themen wie Klima und Sozialpolitik bekämen ein zu starkes Gewicht in der politischen Diskussion. 

Einer der größten Sorgentreiber des letzten Winters war laut Baden-Württemberg-Report die Energie-Versorgung. Dass das Gas nicht reicht, glaubt jetzt nur noch weniger als jeder Zweite und dreht die Heizung auf.

79% sind mit der Bundesregierung nicht zufrieden

79 Prozent sind derzeit mit der Arbeit der Bundesregierung nicht zufrieden. Mehr als jeder zweite will Neuwahlen und nur noch knapp jeder Zweite meint, es lohnt sich noch in Deutschland zu arbeiten, Tendenz fallend.

Fast 40 Prozent sagen, die Bundesregierung würde die Sozialleistungen zu weitreichend erhöhen. Stichwort Kindergrundsicherung und Bürgergeld!

Lohnt es sich in Deutschland noch, zu arbeiten?

Die gesellschaftliche Frage, ob sich in Deutschland das Arbeiten noch lohnt, wird zur Zerreisprobe. Nur knapp jeder zweite – 46 Prozent – meint in der aktuellen Oktober-Ausgabe des Baden-Württemberg-Reports, es lohnt sich noch in Deutschland zu arbeiten, Tendenz fallend.

Vor allem die Jüngeren und die Frauen sehen ein großes Missverhältnis zwischen Arbeit, Lohn und Steuern. Auffallend: Je älter die Befragten werden, desto mehr sind sie der Überzeugung, es lohne sich auch zu arbeiten.

Insgesamt ist die Sorge unter den Baden-Württembergern groß, es könnte mit Deutschland wirtschaftlich den Bach runtergehen.

Nur jeder Zehnte sagt, die Bundesregierung unternimmt genug um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu erhalten. Inzwischen will jeder Zweite Neuwahlen. Und das liegt auch daran, dass die Ampelregierung den Menschen nicht schnell genug handelt. Gerade was das Tempo in Wirtschaftsfragen angeht, steht für viele die Ampel auf Rot.

Über den Baden-Württemberg Report

Regelmäßig werden 1000 Baden-Württemberger:innen in einer repräsentativen Online-Studie durch das Marktforschungsinstitut KANTAR unter anderem nach den aktuellen Sorgen-Treibern sowie ihrer Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung befragt. Die Sender antenne 1 Neckarburg, baden.fm, bigFM, Das neue Radio Seefunk, DIE NEUE 107.7, die neue Welle, DONAU 3 FM, ENERGY, HITRADIO antenne 1, HITRADIO OHR, Neckaralb Live, Radio 7, RADIO REGENBOGEN, Radio Ton, REGENBOGEN 2 und SCHWARZWALD RADIO haben für die Durchführung der Befragung das Marktforschungsinstitut Kantar, ehemals Emnid/Infratest beauftragt.

Den vollständigen 11. Baden-Württemberg Report findet Ihr hier.

Weitere Charts findet Ihr auf www.privat.radio

Über Kantar

Kantar, ehemals formierend unter dem Namen Infratest (München) und Emnid (Bielefeld), ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Marketing-Daten und -Analysen. Kantar ist in über 90 Märkten als Marktforschungsinstitut global und lokal agierend. Auf Initiative der Privatradios in Baden-Württemberg wird mit dem Baden-Württemberg-Report ein gesellschaftliches Stimmungsbarometer erstellt - mit über 1000 Interviews im Monat von September bis Dezember. Der Baden-Württemberg-Report ist repräsentativ für die Online-Bevölkerung ab 16 Jahren und ist seit Anfang September 2022 im Feld – quotiert nach Alter, Geschlecht und Region.