Hitradio antenne 1 Alltagsmythen-Check: Fakten statt Fiktion, © Shutterstock
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Hitradio antenne 1 Alltagsmythen-Check: Fakten statt Fiktion

26.02.2025

Im Alltag begegnen uns zahlreiche Weisheiten und Ratschläge, die wir oft ungeprüft übernehmen. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter diesen Alltagsmythen? Unser Hitradio antenne 1 Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, gängige Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. In diesem Artikel nehmen wir einige dieser Mythen genauer unter die Lupe und klären auf, was stimmt und was nicht.

Mythos 1: "Lesen im Dunkeln schadet den Augen"

Viele von uns haben als Kinder gehört, dass das Lesen bei schwachem Licht die Augen dauerhaft schädigen kann. Doch stimmt das wirklich? Nein. Das Lesen bei unzureichender Beleuchtung kann zwar zu vorübergehender Ermüdung und Anstrengung der Augen führen, verursacht jedoch keine bleibenden Schäden. Unsere Augen passen sich unterschiedlichen Lichtverhältnissen an, und während das Lesen im Dunkeln anstrengender sein kann, beeinträchtigt es die Sehkraft nicht dauerhaft.

Mythos 2: "Vom Knacken der Finger bekommt man Arthritis"

Das Geräusch von knackenden Fingergelenken lässt viele zusammenzucken, und oft wird behauptet, dass dieses Knacken zu Arthritis führen kann. Doch auch hier gilt: Nein. Studien haben gezeigt, dass das absichtliche Knacken der Finger nicht mit einem erhöhten Risiko für Arthritis verbunden ist. Das Geräusch entsteht durch das Platzen von Gasbläschen in der Gelenkflüssigkeit und hat keine schädlichen Auswirkungen auf die Gelenke.

Mythos 3: "Haare wachsen dicker nach, wenn man sie rasiert"

Viele glauben, dass rasierte Haare stärker und dichter nachwachsen. Doch das ist ein Trugschluss. Nein. Das Rasieren beeinflusst weder die Haarstruktur noch die Wachstumsrate. Nach dem Rasieren erscheinen die Haare lediglich stumpfer, da sie an der dicksten Stelle abgeschnitten wurden, was den Eindruck von Dicke erwecken kann.

Mythos 4: "Hühnersuppe hilft bei Erkältungen"

Ein Klassiker unter den Hausmitteln: Hühnersuppe bei Erkältungen. Aber hilft sie wirklich? Ja, bis zu einem gewissen Grad. Hühnersuppe kann tatsächlich lindernd wirken. Die warme Flüssigkeit spendet Feuchtigkeit, löst Schleim und die Hitze wirkt wohltuend auf Hals und Nebenhöhlen. Zudem enthält sie Nährstoffe, die das Immunsystem unterstützen können. Allerdings ersetzt sie keine medizinische Behandlung.

Mythos 5: "Fledermäuse sind blind"

Der Ausdruck "blind wie eine Fledermaus" ist weit verbreitet. Doch entspricht er der Wahrheit? Nein. Fledermäuse verfügen über ein Sehvermögen, das ihnen hilft, sich bei Dämmerung und Nacht zu orientieren. Zusätzlich nutzen sie die Echoortung, um Hindernisse zu erkennen und Beute zu jagen. Ihre Augen sind also funktionstüchtig, auch wenn sie sich hauptsächlich auf ihr Gehör verlassen.

Mythos 6: "Stiere reagieren aggressiv auf die Farbe Rot"

In vielen Darstellungen wird gezeigt, dass Stiere durch die Farbe Rot provoziert werden. Doch das ist ein Missverständnis. Nein. Stiere sind farbenblind gegenüber Rot. Ihre Aggressivität im Stierkampf resultiert aus den Bewegungen des Tuches und nicht aus dessen Farbe. Es ist die Provokation durch das Wedeln, die den Stier reizt, nicht die Farbe selbst.

Mythos 7: "Karotten verbessern die Sehkraft"

Es heißt oft, dass der Verzehr von Karotten die Sehkraft stärkt. Doch wie viel Wahrheit steckt dahinter? Teilweise. Karotten enthalten Vitamin A, das für die Augengesundheit essenziell ist. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Sehproblemen führen. Allerdings verbessert der Verzehr von Karotten nicht die Sehkraft über das normale Maß hinaus, sofern kein Mangel besteht.

Mythos 8: "Vom Überkreuzen der Beine bekommt man Krampfadern"

Viele glauben, dass das Sitzen mit überkreuzten Beinen die Entstehung von Krampfadern fördert. Doch das ist nicht korrekt. Nein. Krampfadern entstehen hauptsächlich durch genetische Veranlagung, langes Stehen oder einen ungesunden Lebensstil. Das Überkreuzen der Beine kann zwar den Blutfluss kurzfristig beeinträchtigen, führt jedoch nicht direkt zu Krampfadern.

Mythos 9: "Vitamin C schützt vor Erkältungen"

Es wird oft empfohlen, bei den ersten Anzeichen einer Erkältung Vitamin C einzunehmen, um den Verlauf zu mildern oder die Krankheit ganz zu verhindern. Doch stimmt das? Nicht ganz. Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem, aber eine erhöhte Zufuhr verhindert nicht zwangsläufig eine Erkältung. Ein regelmäßiger Verzehr kann die Dauer und Schwere einer Erkältung leicht reduzieren, aber es ist kein Wundermittel zur Vorbeugung.

Mythos 10: "Lesen im Dunkeln schadet den Augen"

Viele von uns haben als Kinder gehört, dass das Lesen bei schwachem Licht die Augen dauerhaft schädigen kann. Doch stimmt das wirklich? Nein. Das Lesen bei unzureichender Beleuchtung kann zwar zu vorübergehender Ermüdung und Anstrengung der Augen führen, verursacht jedoch keine bleibenden Schäden. Unsere Augen passen sich unterschiedlichen Lichtverhältnissen an, und während das Lesen im Dunkeln anstrengender sein kann, beeinträchtigt es die Sehkraft nicht dauerhaft